Ausstellungen

2026 Mixed Double – Ute Essig + Henrik U. Müller

2026 Mixed Double – Ute Essig + Henrik U. Müller

Mixed Double – Ute Essig + Henrik U. Müller 10.Oktober  – 14. November 2026Eröffnung | Opening: Freitag, 9. Oktober, 19 – 21.30 Uhr Booklet Ute EssigBooklet Henrik U. Müller Artist Talk + Booklet LaunchSamstag, 14. November, 15 Uhr EinführungIntroduction...

2024 – It happened tomorrow

2024 – It happened tomorrow

It happened tomorrow Ute Essig + Henrik U. Müller 15. März  – 14. AprilEröffnung: Donnerstag, 14. April, 19 – 21.30 Uhr Artist Talk (in German): Samstag, 23. März, 15 Uhr (R.S.V.P.) Portfolio Text (deutsch)Text (englisch) CV Ute EssigCV Henrik U. Müller

Info

Henrik Urs Müller – das Tafelwerk

Das Hauptwerk von Henrik Urs Müller einzuordnen ist nicht ganz einfach: Man könnte es als Experimentelle Fotografie benennen. Die Anmutung ist aber eine andere, eine ganz eigene. Man sieht bzw. spürt sofort, dass die Grundlage des Werkes die Fotografie ist.
Das Tafelwerk, eine von Henrik Urs Müller seit den späten Nuller-Jahren entwickelte eigenwillige Technik, ist eine Addition kleiner Teile zu einem großen Ganzen, ausgedrückt im Tafelwerk (eigentlich genauer: Täfelchenwerk), das ein Komposit aus einzelnen Birkenholztäfelchen ist. Sie fungieren entweder als Träger der verschiedenen Materialien und Schichtungen, oder sie werden auch visuell eingebunden, wenn der Künstler bewusst transparente Stellen schafft, um das Holz für uns sichtbar ‚atmen‘ zu lassen. Die Fotografie wird als Transferprint auf Folie gebracht und partiell mit Gold und Lack hinterlegt. Das Verfahren ist ähnlich der Hinterglasmalerei.

Das nicht perfekte Aneinanderreihen der einzelnen Täfelchen zum großen Ganzen, ist ganz im Müller‘schen Sinne. Zusätzlich werden darüber bildimmanente Spannungen aufgebaut, weil die Täfelchen selten im rechten Winkel zueinander stehen und gelegentlich auch leicht in den Raum gekippt wirken.

Das Kompositionsgold nutzt Müller als das künstlerische Mittel, die Konstruktion einer neuen Wahrheit zu unterstreichen, dem Bild eine Dimension von Zeitlosigkeit einzuhauchen. Dass der Goldgrund je nach Lichteinfall seine Präsenz und Schönheit spannungsreich variiert, ist ein willkommenes zusätzliches bildgestaltendes Mittel. Das Übertragen der Fotografie auf Goldgrund führt das behandelte Bildmotiv in einen Daseinszustand suggerierter Transzendenz. Der Goldgrund wurde nicht umsonst in der Ikonenmalerei entwickelt, um die dargestellten Heiligen und Engel als dem Göttlichen nahen, als mit ihm vereint, zu symbolisieren. Gold dient seither als Metapher für das Göttliche und Geistige, steht für die Unendlichkeit und Ewigkeit.